Digitale Ökonomie von A bis Z

Unter dieser Rubrik finden Sie alphabetisch sortierte und kurz definierte Fachbegriffe zum Bereich der Digitalen Ökonomie.

Die Blockchain ist ein verteiltes, dezentrales Datenregister, das durch die Teilnehmer im Netzwerk organisiert wird und bei der die Daten in Blöcken gespeichert sowie durch ein kryptographisches Verfahren mit den vorherigen Blöcken verkettet werden. Im Mittelpunkt der Blockchain stehen Daten (z.B. Transaktionen), die mithilfe kryptografischer Algorithmen auf den Netzwerken der Teilnehmer verteilt gespeichert werden. Die Transaktionen werden in einzelnen Blöcken zusammengefasst und anschließend in regelmäßigen Abständen zur Blockchain hinzugefügt. Darüberhinaus wird die Reihenfolge der Blöcke anhand der Kette dokumentiert.

Die Digitale Ökonomie steht für all jene wirtschaftlichen Prozesse, die auf digitalen Technologien basieren und wird als eine Ökonomie betrachtet, die als Transformationstreiber der aktuellen Wirtschaft gilt. Die Digitale Ökonomie versucht zu erklären, welche Auswirkungen neue Technologien auf die Gesetzmäßigkeiten in der Wirtschaft haben und versucht zu begründen, wie mithilfe derer Gesellschafts- und Unternehmensziele erreicht werden können.

Mithilfe der digitalen Signatur kann ein digitales Dokument elektronisch und rechtsverbindlich unterzeichnet werden. Die digitale Signatur stellt durch ein spezielles technisches Verfahren sicher, dass die unterzeichnende Person auch als jene identifiziert wurde. Dabei wird das Dokument mit dem privaten Key des Unterzeichnenden verschlüsselt und kann mit dem öffentlichen Key durch den Empfänger gelesen werden.

Die digitale Transformation ist der durchgängige Veränderungsprozess in unserer Wirtschaft und Gesellschaft, der aufgrund digitaler Technologien geschieht. Die digitale Transformation wird auch häufig als „digitaler Wandel“ bezeichnet, ist durch einen beschleunigten Technologiefortschritt gekennzeichnet und ermöglicht enorme Performancesteigerungen.

Die Digitalisierung ist die Umwandlung analoger Informationen in digitale Größen. Durch den Einsatz digitaler Technologien, werden physische Komponenten in eine digitale Form gebracht. Durch die Digitalisierung ändern sich unsere Prozesse in Wirtschaft und Gesellschaft grundlegend. Der Begriff „Digitalisierung“ wird häufig auch als Synonym für die digitale Revolution bzw. Transformation verwendet.

Der Begriff Industrie 4.0 bezeichnet die vierte industrielle Revolution und leitet sich von den vorangegangenen industriellen Revolutionen ab. Industrie 4.0 ist durch die internetbasierte Vernetzung der Geräte und der Digitalisierung der industriellen Produktion gekennzeichnet.

Die Internetökonomie betrachtet digitalisierte Wirtschaftsprozesse, die auf Basis von internetzentrierter Technologien entstehen. Durch den verbreiteteren Einsatz des Internets in den vergangenen Jahren entstanden neue Wirtschaftsbereiche, aber auch bestehende Wirtschaftsbereiche wurden durch das Internet wesentlich beeinflusst.

Die Kryptowährung ist eine digitale Währung und kann als Zahlungsmittel eingesetzt und gehandelt werden. Kryptowährungen basieren häufig auf einer Blockchain. Aktuell sind Kryptowährungen umstritten, noch unreguliert und werden derzeit von Finanzmarktaufsichten nicht kontrolliert. Zu den bekanntesten Kryptowährungen zählen Bitcoin, Ether, Litecoin oder Ripple.

Die New Economy kennzeichnet, dass der Fokus nicht mehr auf der Produktion von Gütern liegt, sondern vielmehr auf der Erbringung von Dienstleistungen sowie Produktion digitalisierter Güter. Geprägt wurde die New Economy vor allem durch die fortschrittlichen Informations- und Kommunikationstechnologien. Durch diese Technologien wurden wesentliche Wirtschaftsbereiche transformiert sowie ökonomische Abläufe verändert und es entstanden Märkte für webbasierte Dienste.

Smart Contracts sind Verträge, bei denen vorgegebene Prozesse durch Regeln und Ausführungsanweisungen automatisiert und dezentral ausgeführt werden. Es handelt sich dabei weniger um Verträge im rechtlichen Sinn. Smart Contracts sind nach dem „Wenn-Dann“-Prinzip aufgebaut: Wenn eine konkrete Bedingung erfüllt wird, dann wird eine von den Vertragspartnern vorher festgelegte Transaktion ausgelöst.

Triple-Entry Accounting (oder auch „dreifache Buchhaltung“) ist ein neuer Ansatz der Rechnungslegung, der mit der Einführung der Blockchain-Technologie möglich wurde. Triple-Entry Accounting gilt als Weiterentwicklung der doppelten Buchführung und ist auf Yuji Ijiri zurückzuführen. Bei der dreifachen Buchhaltung erhalten Transaktionen einen dritten Eintrag, der in eine Blockchain geschrieben wird. Mit dieser Methode soll mehr Transparenz gewährleistet und Vertrauen zwischen den Partnern geschafft werden.